Dann besteht die Möglichkeit, ein deutsches Gericht im Rahmen eines einstweiligen Verfügungsverfahrens anzurufen und dort gegen den ausländischen Anbieter eine Antrag auf Unterlassung der Verwendung eines Zeichens zustellen, dass eigene Markenrechte aus einer Unionsmarke verletzen soll. Dies hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main in einem Beschwerdeverfahren entschieden (Beschluss vom 12. September 2018, Az.: 6 W 81/18) Den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung hatte dort ein niederländisches Unternehmen gestellt und Gegner war ein italienisches Unternehmen. Das Gericht erklärt sich für zuständig und begründete dies unter anderem mit der Bestellmöglichkeit des markenverletzenden Produktes in Deutschland.